WO HILFT DER CHIROPRAKTOR

Typische Symptome & Schmerzbilder

Generell gibt es eine große Bandbreite an Beschwerdebildern, bei denen ihr Chiropraktor helfen kann. In der folgenden Liste sind die Symptome gelistet, welche am häufigsten durch Chiropraktik behandelt werden. Die Effektivität der chiropraktischen Behandlung bei diesen Beschwerden ist wissenschaftlich ausführlich aufgearbeitet. Trotzdem ist der Behandlungsplan und Behandlungserfolg bei jedem Patienten individuell und entsprechend der Ursache und Schwere der Probleme.

 

− Kopfschmerzen

− Schwindel

− Rückenschmerzen

– Brustschmerzen

− Nacken-, Brust-, Lendenwirbel- und Kreuzbeinschmerzen

− Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen in Arme oder Beine

−  Bandscheibenvorfälle und daraus resultierende Beschwerden

−  Schmerzen und andere Symptome auf Grund von Stenose

− Becken- und Leistenschmerzen

− Schmerzen in den Extremitäten

− Schmerzen in: Schulter, Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß

− Muskelschmerzen und Reizungen

− Tennisarm, Golfarm, PC-Mausarm, Sehnenscheidenentzündung, Impingement Syndrom etc.

− Babykoliken

Weitere Symptome

 

Im Folgenden haben wir einige Bereiche unserer Arbeit bzw. bestimmte Beschwerdebilder genauer beschrieben. Wenn sie fragen haben, ob Chiropraktik in ihrer Situation helfen kann, fragen sie uns am besten persönlich.

Chiropraktik für Sportler
Chiropraktik für Kinder und Säuglinge
Arthrose
Bandscheibenvorfälle
Kopfschmerzen und Migräne
Schwindel

Leistungssportler und sportlich aktive Personen unterziehen sich häufig chiropraktischen Behandlungen um Fehlbelastungsmustern und Fehlstellungen zu begegnen und sie zu korrigieren. Hierbei ist das Ziel, ein frühzeitiges Erkennen und Beheben dieser, um eine optimale Verletzungsprävention und Regeneration zu fördern. Zahlreihe Spitzensportler aus verschiedensten Disziplinen begeben sich regelmäßig in chiropraktische Behandlung. Einige Beispiele sind Tiger Woods, Phil Mickelson (Golfer), Usain Bolt (Sprinter). Auch in anderen Sportarten wie Fussball und American Football ist Chiropraktik häufig anzutreffen.

http://www.thejoint.com/2015/09/10/professional-athletes-choose-chiropractic

Eine Vielzahl der medizinischen Anwendungen während der Olympischen Spiele 2012 entfielen auf chiropraktische Behandlungen.

http://metro.co.uk/2012/12/06/chiropractic-formed-part-backbone-london-2012-3816197/

KISS Syndrom und ähnliche Problematiken:
In vielen Fällen bestehen bei Neugeborenen nach der Geburt Blockaden der oberen Halswirbel (Kopfgelenke). Obwohl der Begriff sehr verbreitet ist, ist eine Blockade dieser Gelenke ist nicht immer gleichzusetzen mit einem ausgeprägten KISS Syndrom nach Biedermann (1991). Jedoch können diese Blockaden bis ins Kleinkindalter bestehen. Manchmal asymptomatisch, führen sie häufig zu einer Reihe von Problemen:

– vermehrtes Schreien
– häufiges Überstrecken des Kopfes
– einseitige Drehung des Kopfes im Liegen
– schlechtes Tolerieren von Seiten- oder Bauchlage

Wissenschaftlich umstritten ist die These von Biedermann, dass Kopfgelenkblockaden mit Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Lernstörungen im Kindesalter einhergehen. Diese Zusammenhänge sind allerdings auch nicht ausgeschlossen. In machen Fällen stehen diese Blockaden im Verdacht das Erreichen der motorischen Meilensteine, wie z.B. der Drehung in die Bauchlage, zu erschweren. Halswirbelblockaden sind chiropraktisch sehr sanft, mit geringem Impulsaufwand und meist sehr einfach zu beheben, weswegen eine diesbezügliche Untersuchung sehr lohnenswert ist.

Bei Verschleißerkrankungen von Gelenken kann Chiropraktik Linderung bewirken. Im Bereich dieser Gelenke entwickeln sich häufig Blockaden und Fehlstellungen, welche chiropraktisch behandelt werden können. Obwohl der Verschleißprozess als solcher zwar nicht rückgängig gemacht werden kann, können chiropraktische Behandlungen helfen den Schmerz zu Lindern und die betroffenen Gelenke zu entlasten.

Bandscheibenvorwölbungen und -Vorfälle sind mit die häufigsten strukturellen Verletzungen der Wirbelsäule in der heutigen Zeit. Dies ist vor allem unserem Lebensstil zuzuschreiben, da gesunde Bandscheiben enorm von ausreichend Bewegung und regelmäßigen Haltungswechseln abhängen. Vieles und langes Sitzen führt dazu, dass die Bandscheiben allmählich ihre Form verändern, bis sie die umliegenden Nerven irritieren können und dies zu Schmerzen führt. Auch Kribbeln, Taubheit oder Schwäche sind häufige Symptome wenn die Bandscheibe “auf die Nerven drückt”.
Bei vielen Menschen sind die Begriffe Bandscheibenvorwölbung und Bandscheibenvorfall mit sehr großer Angst verbunden, da sie diese mit chronischen Schmerzen, PRT Spritzen oder Operationen assoziieren. Lassen sie uns einen Blick auf die Forschung werfen, der zeigt, dass diese Panik nicht notwendig ist.

1. Bandscheibenvorfälle sind häufiger als sie denken. Und viele Menschen haben trotz Bandscheibenschäden keinerlei Symptome.

Eine systematische Übersichtsstudie aus dem Jahr 2015 zeigte, dass 30% aller beschwerdelosen 30-jährigen Bandscheibenvorwölbungen haben. Bei 50% jährigen lag dieser Wert bei 60%, bei 80 jährigen sogar bei 84%. Wir wiederholen nochmal: Keiner der Untersuchten Patienten hatte Schmerzen. Die Autoren zogen die Schlussfolgerung, dass gewisse Veränderung völlig normal sind und dass die Bandscheiben für ein Schmerzbild völlig nebensächlich sein können, selbst bei radiologischen Auffälligkeiten.

2. Bandscheiben können sich selbst erholen und heilen

Wenn die Bandscheibe tatsächlich Schmerzherd ist, folgen hier gute Neuigkeiten: Beschädigte Bandscheiben können sich erholen – die aller wenigsten Patienten brauchen eine Operation. Für eine Regeneration ist es allerdings essenziell, dass die Durchblutung im betroffenen Bereich optimiert ist. Nur dann kann die Schwellung um die Bandscheibe abgetragen werden und mit den für die Heilung wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Um dies sicherzustellen, müssen übermäßige Spannungen in Muskeln, Sehnen und Gelenken, sowie deren Fehlstellungen, der umliegenden Körperregion schnellstmöglich gelöst werden – hierbei hilft ihnen ihr Chiropraktor

3. Dem Körper helfen sich selbst zu heilen.

Schweizer Wissenschaftler haben in den letzten Jahren durch Zahlen und Fakten belegt, was viele Chiropraktoren seit langer Zeit beobachten. Dem Körper durch Chiropraktik helfen sich selbst zu heilen, stellt einen sehr effektiven Weg dar, sich von einem Bandscheibenvorfall zu erholen. In allen Bereichen der Wirbelsäule. Ca. 90 % aller Patienten mit Bandscheibenvorfällen konnte durch Chiropraktik kurz & langfristig geholfen werden.

Die Behandlung von Kopfschmerzen bleibt auch im 21. Jahrhundert eine der größten Herausforderungen in der Schmerztherapie. Migräne, Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen und Neuralgien sind nur einige Beispiele weit verbreiteter Kopfschmerzarten. Die Diagnose / Klassifizierung ist oft langwierig und Behandlungen meist um Symptombekämpfung bemüht (klassisches Beispiel – Schmerztablette).
Obwohl die Ätiologie von Kopfschmerzen komplex und vielseitig ist, stellt die Chiropraktik eine effektive Behandlungsmöglichkeit für viele Formen von Kopfschmerzen dar. Eine Studie aus Kanada von James Bronfort und Kollegen im Jahre 1998 zeigte beispielsweise, dass 40% aller Migräne Patienten durch chiropraktische Behandlungen eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome erreichen konnten. Eine groß angelegte Studie in Dänemark aus dem Jahre 2010 kam zu dem Ergebnis, dass, unabhängig des Kopfschmerz Typus, circa 50% aller Patienten nach einer Reihe von Behandlungen beim Chiropraktor kurz- und langfristig Linderung erfuhren.

Der Erklärung dieser Zahlen liegen einige Wirkungsmechanismen der Chiropraktik zu Grunde, welche wir kurz anreissen wollen:

1. Viele der Nervenenden, welche den Kopf und das Gesicht sensorisch versorgen, treten an der oberen Halswirbelsäule aus. Funktionsstörungen und Blockaden der Wirbelsäule können diese Nerven irritieren und zu dauerhaften oder wiederkehrenden Reizungen führen.
2. Die Hirnhäute, welche sich wie ein Netz oder Zelt durch ihren Kopf spannen, haben wichtige Ansatzpunkte im Mundraum, Kiefer, an der Schädelbasis, sowie der oberen Halswirbelsäule. Der Begriff „Hirnhautspannung“ klingt zuerst einmal recht banal, kann aber ein wichtiger Grund wiederkehrender Kopfschmerzen sein.
3. Muskelverspannungen und Verkrampfungen im Nacken- und Kieferbereich können strahlende Schmerzen am Kopf und im Gesicht verursachen.

Diese drei Punkte sind einige von vielen Komponenten, welche ihr Chiropraktor bei ihren Behandlungen zu untersuchen und optimieren versucht. Unsere wichtigste Aufgabe als Chiropraktor ist es, weg von einer Symptom-bezogenen Behandlung zu kommen und uns dem Grund ihrer Beschwerden anzunähern.

Schwindel kann viele Formen haben. „Drehschwindel“, „sich benommen fühlen“, „ fühlen wie in Watte gepackt“ oder „nicht richtig da zu sein“ sind nur einige Beschreibungen, welche Patienten oft zur Erklärung ihres Zustandes nutzen. Schwindel und „Schwindel-artige“ Symptome können unterschiedliche Ursachen haben. Zu diesen zählen unter anderem neurologische (des Nervensystems), kardiologische (des Herz-Kreislaufsystems), visuelle (der Augen) metabolische (des Stoffwechsels – oft auch Nebenwirkung von Medikamenten) und hormonelle Faktoren.

Unser Gehirn verarbeitet als Schaltzentrale jede Sekunde Millionen von Informationen unseres Körpers. Zwei der wichtigsten Informationszentren, wenn es um unser Gleichgewicht geht, liegen in unseren Ohren und in unserer Halswirbelsäule. Stimmen die Informationen dieser beiden Systeme nicht mehr zusammen, kommt unser Gehirn “durcheinander”.

Im Bereich der Bänder und Muskeln der oberen Halswirbelsäule liegen sehr viele Gleichgewichtsrezeptoren, da die Feineinstellung der Kopfposition dort koordiniert wird. Werden diese Gleichgewichtsrezeptoren irritiert, aufgrund von Wirbelblockaden oder Muskelverspannungen, wird dies häufig als Schwindel wahrgenommen.

Im Bereich des Innenohres befinden sich Kristalle, die sich je nach Lageänderung des Kopfes so verschieben, dass ein Signal an das Gehirn gesendet wird, den kopf und Körper in das jeweilige Gleichgewicht zu bringen. Diese kristalle können verutschen oder sich verklemmen, was oft zu einem heftigen Drehschwindel, meist in einer bestimmten bewegungsrichtugn führt. Durch gezielte Manöver des Chiropraktoren können diese wieder repositioniert werden.

Chiropraktik kann bei vielen Schwindel und Schwindel ähnlichen Symptomen helfen. Bei diffusen Symptomen wie diesen, lohnt es sich immer, ihren Chiropraktor um eine Meinung zu fragen.

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