Chiropraktik und Osteopathie

Wo ist der Unterschied?

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Was ist der Unterschied zwischen Chiropraktik und Osteopathie? Dies ist eine der häufigsten Fragen die uns Patienten stellen. Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach, da beide Professionen sehr viel verbindet. Trotzdem werden wir versuchen, die Unterschiede darzustellen.

Der größte Unterschied zwischen einem Osteopathen und einem Chiropraktor ist der, dass sich Chiropraktoren primär darauf spezialisiert haben, die Funktionalität der Wirbelsäule und anderer Gelenke zu untersuchen / behandeln, während in der Osteopathie kein Spezialgebiet definiert ist. Beide Therapeuten versuchen durch manuelle Techniken, sprich mit Hilfe ihrer Hände, Funktionsstörungen des Körpers zu lösen und der Ursache von Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Typischerweise nutzen Chiropraktoren sogenannte „Justierungen“ als Kernteil ihrer Behandlungen, bei welcher ein Gelenk durch gezielte Impulse gelöst werden soll. Osteopathen nutzen überwiegend „weichere, schleichendere“ Bewegungen der Hände, um Spannungen aus bestimmten Körperteilen zu bekommen.

Während bei osteopathischen Behandlungen die Funktionalität des Skelettsystems, der Schädelknochen sowie der Organe gleich großen Anteil einnimmt, hat bei Chiropraktischen Untersuchungen das Skelett und Nervensystem primäre Relevanz (die anderen Systeme werden bei entsprechender Indikation ergänzend geprüft).

Sowohl in der Osteopathie, als auch in der Chiropraktik gilt, dass jeder Therapeut in Ansatz und Behandlungsart variiert. Daher gibt es trotz dieser klaren, theoretischen Unterschiede, einige Osteopathen, die eher chiropraktisch arbeiten und Chiropraktoren, die eher osteopathisch arbeiten.

Forschung

Chiropraktik ist deutlich engagierter in der Forschung tätig und hat ihre Funktions- und Wirkungsweisen in den letzten 20 Jahren für eine große Bandbreite von Systemen belegen können. Der Grund, warum Chiropraktik in diesem Metier so viel aktiver ist, mag darin liegen, dass sich die Chiropraktik im 20. Jahrhundert in den USA starker Kritik und Verleumdung durch die Schulmedizin und Pharmazie Industrie gegenüber sah. Die intensive Forschungsarbeit hat mittlerweile dazu geführt, dass die Chiropraktik weltweit deutlich mehr Anerkennung erlangt hat und sich hier von der Mehrheit der „Alternativen Medizin“ abheben kann.

Es gibt bisher keine vergleichenden Studien die aufzeigen, dass Chiropraktoren besser sind als Osteopathen oder anders herum. Es kommt, unserer Meinung, ganz auf die persönliche Wahl und Vorlieben des Patienten an.

Qualifikation

Osteopathie ist in Deutschland gesetzlich ebenso wenig reguliert wie Chiropraktik. Daher gibt es in Deutschland Osteopathen, welche ein 5-jähriges Vollzeitstudium absolviert haben, genau so wie es Osteopathen gibt, welche lediglich als Heilpraktiker eine Teilzeitausbildung absolviert haben. Es ist also sehr wichtig, sich über die Qualifikation des Therapeuten zu informieren, bevor man eine Behandlung beginnt.

Wie auf unserer Seite Qualifikation erläutert, haben alle Chiropraktoren der Deutschen Chiropraktoren Gesellschaft (DCG), ein 5-6 jähriges Studium der Chiropraktik im Ausland absolviert, in dem neben verschiedenen Behandlungstechniken, ein sehr fundiertes medizinisches Wissen erlangt wird. Das Studium wurde international vereinheitlicht, so dass Chiropraktoren in den meisten Ländern der Welt dazu befugt sind, radiologische Untersuchungen durchzuführen und Diagnosen zu stellen. Ein solch von der WHO vereinheitlichtes System der Qualifikation gibt es in der Osteopathie bisher nicht.

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